Die Betreffzeile ist das erste, was der Empfänger zu Gesicht bekommt. Sie sollte kurz und prägnant formuliert sein. Vermeiden Sie Begriffe wie: "Bewerbung bei Ihrer Firma" oder "Freie Stelle".
Gute Beispiele sind: "Ihr Stellenangebot als PR-Assistent im Kurier vom 13.5.2010" oder "Bewerbung als PR-Assistent in Ihrem Unternehmen ABC".
Ein Bewerbungsschreiben in dem E-Mail-üblichen Umgangston zu schreiben ist unprofessionell und zu 99 % erfolglos. Respekt muss sein: "Sehr geehrte Damen und Herren" ist das Mindeste. Besser ist, einen konkreten Ansprechpartner namentlich anzuschreiben.
Auch bei Ihrer eigenen E-Mail-Adresse ist Seriosität gefordert. Vermeiden Sie "baby006@..." oder "theking@...". Einfach aber gut sind Adressen, bei denen vor dem "@" Ihr Name steht. Falls Sie keine haben, können Sie bei einem der Gratis-Anbieter eine passende E-Mail anlegen (www.yahoo.com, www.gmx.at, ...).
Auf die Eingabe eines Datums können Sie verzichten, da es bei der Mail - auch bei einem Ausdruck - sowieso ersichtlich ist.
Bei vielen E-Mail-Programmen haben Sie die Möglichkeit, die Nachricht mit einer Dringlichkeitsstufe zu versehen. Machen Sie das nicht, da Sie sicher nicht die einzige Person sind, die sich bewirbt. Außerdem lassen sich die Personalchefs nicht gerne sagen, wer für sie wichtig ist und wer nicht.
Was für die Anrede gilt, ist auch für das Schreiben selbst von Bedeutung: Schreiben Sie nicht im saloppen E-Mail-Stil und verfassen Sie ganze Sätze. Richtiges Groß- und Kleinschreiben sind ebenso wichtig wie korrekte Rechtschreibung. Lassen Sie das Mail am besten von Freunden Korrektur lesen. Drucken Sie das Schreiben vor dem Verschicken aus und lesen Sie es noch einmal sorgfältig durch. Vermeiden sollten Sie Abkürzungen (mfg, lg, etc).
Qualität statt Quanität ist gefragt! Sie sollten nicht ein Mail an 40 verschiedene Firmen verschicken. Solche Bewerbungen zeigen den Verantwortlichen nur, dass Sie sich keine Mühe gegeben haben, Informationen einzuholen.
Eine Bildschrimseite als Anschreiben direkt im E-Mail sollte möglichst nicht überschritten werden. Prinzipiell gilt für eine E-Mail-Bewerbung der gleiche Aufbau wie für eine klassische:
a) Grund des Schreibens;
b) Ausbildung/Tätigkeit;
c) Gründe, warum Sie in das Unternehmen wollen;
d) Zeitpunkt, ab dem Sie verfügbar sind;
e) Aufforderung zur Kontaktaufnahme;
f) Grußformel.
Die Signatur am Ende enthält ihren Namen, Anschrift und Kontaktmöglichkeit (Handy, Festnetz, Mail,...).
Alternativ können Sie eine perfekt gestaltete Bewerbermappe als Anhang versenden.
Fügen Sie dabei die Unterlagen in einem PDF-Dokument zusammen und versende Sie diese als Anhang in Ihrer Mailbewerbung.
Formulieren Sie direkt im Mail nur einen kurzen, aber aussagekräftigen Bewerbungstext (1 Absatz!) und verweisen Sie auf die Bewerbermappe im Anhang. Achte Sie auf die Größe des Anhangs!
Wenn Angaben zu ihrer Person auf einer eigenen Website (nicht Facebook, außer Sie haben die Seite entsprechend gestaltet, XING ist hier besser geeignet) abrufbar sind, geben Sie die Internet-Adresse in ihrer Signatur bekannt.
Weniger ist mehr! Bieten Sie an, alle Zeugnisse und Unterlagen bei Interesse nachzuschicken.
Schicken Sie das Schreiben nie an "office@firma.at" oder "info@firma.at". Das Mail wirkt unpersönlich und landet schnell im Papierkorb. Oder würden Sie jemanden einstellen, der sich nicht einmal die Mühe macht, den richtigen Ansprechpartner herauszufinden?
Das Internet ist ein schnelles Medium. Seien Sie gefasst, dass weitere Informationen schnell angefordert werden. Halten Sie alles versandbereit und telefonieren Sie nach, falls Sie keine Antwort erhalten: Oft ist Eigeninitiative gefragt und erwünscht!
